Social Media und der Datenschutz – Der Kampf geht weiter
Social Networks und ihre Anwendungen halten auch am Arbeitsplatz Einzug. Rund 58% der User nutzen sie regelmäßig während der Arbeitszeit. Schnell ist man mit den ganzen Kollegen vernetzt und kann sich über die Plattformen untereinander austauschen. Eine Studie von F-Secure ergab aber, dass 73% der Arbeitnehmer ihre Vorgesetzten lieber nicht mit in die Freundesliste aufnehmen.
Einer der Gründe sei die Gefahr, dass so Neuigkeiten verbreitet würden, die zu Sanktionen innerhalb des Unternehmen führen könnten. Darüber hinaus wollen die meisten einfach privates und berufliches nicht vermischen. Der Schutz der Privatsphäre scheint dabei eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Dabei ist dieses Thema gerade jetzt enorm wichtig, zumal das eine oder andere Portal es damit nicht so ernst zu meinen scheint. Nun fordern auch vier US-Senatoren die Anpassung von Privateinstellungen bzw. die Rücknahme einiger vereinzelter Veränderungen.
Auch “der Vollzug der Datenschutzgesetze” müsse verstärkt werden. Der Nutzer trägt aber auch eine Eigenverantwortung und muss sich bewusst machen, dass einmal freigegebene Daten praktisch nicht mehr gelöscht werden können. Selbst wen man sein Profil abstellt, leben die gemachten Angaben in Kommentaren, Foren oder Suchmaschinen weiter. Ratsam ist es daher, Privates und Berufliches zu trennen und Pseudonyme einzusetzen.
Die Diskussion kochte bereits im Januar hoch, als Stiftung Warentest bei ihrer bislang größten Studie zum Thema ‘Datenschutz’ 8 von 10 sozialen Netzwerken ‘deutliche’ oder ‘erhebliche’ Mängel nachwiesen. Auch bei Jappy wurde eine Unsicherheit festgestellt. Dort habe sich die verschlüsselte Nutzung der konventionellen Webseite als unsicher herausgestellt, da der Server die Anmeldeversuche nicht begrenzt habe. Diese Schwachstelle wurde aber damals bereits behoben. So bekam Jappy ein ‘Sehr gut’ bei der Beachtung von Verfügungs- und Nutzerrechten.
Tags: Datenschutz, Social Media, Stiftung Warentest














Am 6. Mai 2010 um 15:48 Uhr
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Jappy Blog erwähnt. Jappy Blog sagte: New Blog Post -Social Media und der Datenschutz – Der Kampf geht weiter- on Jappy Blog you can find it here http://bit.ly/dqgqaY [...]
Am 23. Juni 2010 um 19:33 Uhr
Zum Thema Datenschutz habe ich da noch einen kleinen Kommentar.
In den AGB steht bei Jappy.de ja folgendes:
“Sie verpflichten sich, keinerlei Information in Ihrem Profil zu veröffentlichen, die zu Ihrer Identifizierung führen könnte, z.B. Ihren richtigen Namen, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Adresse oder andere Kontaktangaben.”
Wieso kann der User dann zu seinem Nickname noch seinen Realname angeben (wohl eine neue Funktion) wenn dies doch in den AGB untersagt wird?
Ist das nicht ein Schuss ins Knie?