Die Verlierer der “Ringbahnparty”
“Als Party (engl.: Mehrzahl: Partys [dt.], Parties [engl.]) bezeichnet man eine Feier, die hauptsächlich der Entspannung und dem geselligen Beisammensein dient” so die Definition in einem Internet-Wörterbuch. Dass dies meist in feucht fröhlicher Atmosphäre stattfindet, ist ebenso klar, wie die Tatsache, dass so mancher auch schon mal im Zuge des Feierns Blödsinn gemacht und über den Durst getrunken hat. Was sich laut Berliner Kurier jedoch vor zwei Tagen auf einer sogenannten “Ringbahnparty” abspielte, hatte mit dem Begriff “Feiern” nichts gemein.
Die Ringbahnparty ist ein Flashmob, der – im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen – der negativen Konnotation des Begriffs “Mob” gerecht zu werden scheint. Während sich andere Flashmobs für soziale Projekte oder auch nur zum Spaß und Unterhaltung der Anwesenden einsetzten, hatten einige Teilnehmer der Aktion weit weniger hehre Ziele. So haben laut Kurier einige Täter Abteile beschmiert, Türmotoren rausgerissen und mit Flaschen sowie Feuerwerkskörpern für Gefahrenpotential gesorgt. Allein die Bilanz mit 67 Platzverweisen und Festnahmen durch eine angerückte Hundertschaft der Polizei veranschaulicht was sich abgespielt hat.
Zwar mahnten die Initiatoren in der über 3000 Mitglieder zählenden Jappy COM zur Ruhe (“Erwünscht ist, gute Laune, kein Stress oder Krawalle”), dennoch schien der Ruf ungehört zu verhallen. So bot sich dem Betrachter ein erschreckendes Bild wie schnell sogenannte Partygäste zu Tätern und somit zur Gefahr für andere werden.
Auch Jappy hat auf den Vorfall reagiert und wird in Zukunft verstärkt zweifelhafte Events und Coms beobachten. Neben der verstärkten Aufmerksamkeit der Jappy-Moderatoren ist aber auch die Einsicht einzelner gefragt, um solche Exzesse zu unterbinden. Denn Aktionen, in denen anderen Schaden zugefügt wird, sind weder cool noch zeugen sie von besonderen sozialen Fähigkeiten. Sie sind absolut zu verurteilen und haben nichts mit jugendlichem Leichtsinn zu tun – sie sind schlicht kriminell. Auch wenn nicht die überwiegende Mehrheit des Flashmobs für diese negativen Schlagzeilen gesorgt haben mag, dürfen Soziale Netzwerke nicht für solche Zwecke missbraucht werden. Daher: schaut nicht weg, wenn Euch so eine zweifelhafte Veranstaltung auffällt. Melden ist kein Petzen, sonder kann zur körperlichen Unversehrtheit Dritter beitragen. Die wahren Verlierer sind die, die bar jeder Vernunft fremdes Eigentum zerstören, Menschen verletzen und im Polizeigewahrsam auf Staatskosten enden – zu unser aller Lasten.
Quellen:
http://www.berlinonline.de/berliner-kurier/
Tags: jappy com, ringbahn party